Hüftsonografie bei Säuglingen

Die Hüftsonografie ist ein Ultraschall, mit dem wir die Hüften Neugeborener auf Fehlbildungen untersuchen. Dieses Verfahren ersetzt das einst praktizierte Hüftröntgen im 3. Lebensmonat. Damit können wir allfällige Schäden frühzeitig erkennen und therapieren und somit Operationen und Spätfolgen vorbeugen.

Warum eine Hüftsonografie?

In Deutschland kommen zirka 3 Prozent aller Kinder mit Schäden an den Hüftgelenken auf die Welt: mit Hüftgelenksdysplasie (eine Fehlentwicklung der Hüfte vor allem im Pfannendachbereich) oder einer Hüftgelenksluxation (der Kontakt des Hüftkopfs zur Hüftpfanne ist zu lose). 

Die Ursachen sind nicht ganz geklärt. Es scheinen sowohl innere, meist hormonelle, Gegebenheiten eine Rolle zu spielen als auch äußere bei der Geburt. Als besonders gefährdet gelten Kinder, die in Steißlage geboren werden, und Mädchen sind öfter betroffen als Jungen.

Wann eine Hüftsonografie?

Ideal ist eine Untersuchung möglichst in den ersten Lebenstagen, spätestens jedoch bis in der 6. Lebenswoche.

Bei unauffälligem Befund empfehlen wir eine Wiederholung in der 12.–16. Lebenswoche. Bei auffälligem Befund oder bei Therapiebedürftigkeit legen wir Kontrollen in kürzeren Abständen fest.

Dieser frühe Zeitpunkt gewährleistet, dass wir die Therapie meistens sehr schonend, rasch und effektiv durchführen können und dass das Kind im Lauflernalter nicht beeinträchtigt ist.

Der Erfolg

In den mehr als 20 Jahren, in denen die Hüftsonografie flächendeckend eingeführt ist, ging die Zahl der Hüftoperationen bei Kindern nachweisbar zurück. Auch Spätfolgen wie Bewegungseinschränkung, Schmerzen und frühzeitiger Hüftgelenkersatz konnten damit verhindert werden.

 

Nebenwirkungen?

Die Hüftsonografie ist für die Säuglinge nicht belastend und kann beliebig oft wiederholt werden.

Abrechnung?

Die Kosten werden im Rahmen der Vorsorge U3 von den Krankenkassen übernommen.